Es ist an der Zeit, einen schlafenden Riesen zu wecken! Der Bericht der Energieberatungsagentur Ecofys bestätigt und quantifiziert erstmals das enorme, bisher ungenutzte Potenzial für Energieeinsparungen, das EU-weit durch Nachrüstungen im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung erzielt werden kann.
Hinter Beton, Glas und Stahl verbirgt sich ein ungeheures Potenzial – die Zeit ist reif, es zu nutzen und massive Einsparungen, neue Arbeitsplätze und bessere Lebensräume zu schaffen.
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Es gibt Technologien, die Gebäude und deren Systeme erwiesenermaßen effizienter machen – doch in den meisten Gebäuden fehlen sie noch. Die Optimierung der Gebäudetechnik steigert nicht nur die Effizienz eines Gebäudes, sondern schärft auch das Umweltbewusstsein seiner Bewohner – durch ein proaktives Management des Energieverbrauchs und die Gewährleistung eines gesunden, komfortablen und produktiven Wohnumfelds, das sich an individuelle Bedürfnisse anpassen lässt. Diese Technologien sind kostengünstig und lassen sich problemlos in bestehenden Gebäuden nachrüsten – die Energie- und Kostenersparnis kann dagegen beträchtlich sein.
Die verwendeten Lösungen variieren je nach Gebäudetyp, doch die Grundprinzipien von Abfallvermeidung, Kostenminimierung und Umweltverbesserungen für die Nutzer bleiben dieselben. Mehr dazu erfahren Sie in den Fallstudien auf unserer globalen Webseite:
50 %ige Energieeinsparung in den Universitätskliniken von Brighton und Sussex
Zum Fallbeispiel aus Brighton, Großbritannien
Um bis zum Jahr 2050 den EU-weiten Umstieg auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu erreichen, müssen unsere Gebäude auf komplett CO2-freie Systeme umgestellt werden. Es besteht also ein unbestreitbarer Bedarf an Modernisierungslösungen für den vorhandenen Gebäudebestand. Damit dieses Ziel verwirklicht werden kann, müssen gebäudetechnische Systeme mit maximaler Effizienz arbeiten.
Die Umsetzung der neuen Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Energy Performance of Buildings Directive – EPBD) bietet die einmalige Chance, die technische Optimierung von Gebäuden voranzubringen und unsere Ziele auf möglichst kostengünstigstem Weg zu erreichen.
Die neue EU-Richtlinie stärkt die Aufmerksamkeit für die Kontrolle von Energieströmen durch ausgewogene Regulierungskonzepte, indem sie Wirkungsgrade im Voll- und Teillastbereich in Inspektionsanforderungen berücksichtigt und ermöglicht, dass Gebäude künftig intelligenter genutzt werden können. Die Zeit zum Handeln ist da: Eine Reihe von Schlüsselmaßnahmen ermöglicht jetzt einen effizienten Übergang.
Die bestehenden Vorschriften (wie diejenigen in Artikel 8 der aktuellen EPBD) müssen umgesetzt werden. Die Mitgliedstaaten benötigen Leitlinien für die Umsetzung der EPBD, unterstützt durch Beispiele für bewährte Verfahrensweisen für die verschiedenen Gebäudetypen. Die Einhaltung der EPBD wird durch neue verbindliche Anforderungen in Bezug auf Schlüsselfunktionalitäten (wie beispielsweise die individuelle Raumtemperaturregelung) erleichtert.
Im Rahmen der neuen EPBD werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, die Energieeffizienz technischer Gebäudeausrüstung zu beurteilen und zu dokumentieren, um das Bewusstsein für mögliche Effizienzsteigerungen zu schärfen und diesbezüglich die Nachfrage zu steigern. Um die Marktakzeptanz zu fördern, können die Mitgliedstaaten bereits bestehende Instrumente nutzen (wie den Gebäudesanierungspass oder den neuen Smartness-Indikator).
Um Investoren und Nutzer nicht zu verunsichern, ist eine größere Konsistenz im Hinblick auf die von der Europäischen Kommission verwendete Terminologie erforderlich. Es wurden klarere Vorschriften für Schlüsselfunktionalitäten (beispielsweise für die individuelle Raumtemperaturregelung, für Teillast- und Volllastbedingungen und für die Gebäudeautomatisierung und -steuerung) eingeführt, um die Umsetzung der EPBD in den Mitgliedstaaten zu fördern.