Wie funktioniert der statische hydraulische Abgleich?
Beim statischen hydraulischen Abgleich werden die Massenströme manuell über druckabhängige Ventile geregelt. Hier werden die Massenströme ausschließlich für Volllastfälle berechnet und eingestellt – eine effizienzoptimierte Heizungswasserverteilung ist daher nur auf die maximale Auslastung der Heizungsanlage ausgerichtet. Das bedeutet, dass der Teillastfall oder variierende Lastverhältnisse mit dieser Lösung nicht abgebildet werden können – weshalb sie als statischer Abgleich bezeichnet wird.
Zu welchen Häusern passt ein statischer hydraulischer Abgleich?
Wird die Heizlast pro Raum in die Berechnung einbezogen, bietet der statische Abgleich das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis unter den Abgleichlösungen für Ein- und Zweifamilienhäuser oder Mehrfamilienhäuser mit kleinen Wohneinheiten. Denn die dafür erforderlichen druckabhängigen Thermostat- oder Strangregulierventile sind in den meisten Bestandsanlagen bereits vorhanden oder können bei Bedarf kostengünstig nachgerüstet werden. Auch bei Fußbodenheizungen ist für kleinere Wohneinheiten ein statischer Abgleich völlig ausreichend, da ein dynamischer Abgleich aufgrund der Trägheit des Systems nur unwesentliche Vorteile bietet. Der statische Vorabgleich in Kombination mit einer adaptiven Heizungsoptimierung in Abhängigkeit von der Raumtemperatur erzielt hier die besten Ergebnisse.
Was sind die Nachteile des statischen hydraulischen Abgleichs?
Da die Massenströme nur im Volllastfall optimal ausgeglichen sind, treten im Teillastfall häufig Strömungsgeräusche auf, die durch erhöhte Strömungsgeschwindigkeiten in den Thermostatventilen verursacht werden. Zu bedenken ist auch, dass der Volllastfall nur an wenigen Tagen im Jahr auftritt und die Heizungsanlage daher für den Rest des Jahres nicht optimal ausbalanciert ist. Dennoch ist die Durchführung eines einfachen statischen Abgleichs energetisch günstiger als der komplette Verzicht auf den hydraulischen Abgleich.

Welche Komponenten eignen sich für die Umsetzung des statischen hydraulischen Abgleichs?
Geeignete Komponenten für den statischen hydraulischen Abgleich sind Thermostatventile vom Typ RA-N oder RA-UN oder eingebaute Ventile; kombiniert mit mechanischen Heizkörperthermostaten RA2000. Und Verteiler und Steuerungen für die hydraulische Fußbodenheizung Icon™ und Ausgleichsventile Danfoss-Serie von Leno™ oder MSV-F2.
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Der dynamische hydraulische Abgleich hält die Wasserströme und den Differenzdruck der Heizungsanlage im gesamten Gebäude unter allen Lastbedingungen konstant und bietet insbesondere in großen Gebäuden ein hohes Energieeinsparpotenzial.

Der automatische Abgleich kann zusätzlich zu oder als Alternative zum statischen oder dynamischen Abgleich verwendet werden. Automatische Abgleichlösungen nutzen eine intelligente digitale Systemsteuerung, um einen kompletten hydraulischen Abgleich ohne aufwändige Vorberechnungen ideal umzusetzen

Der hydraulische Abgleich ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Optimierung von Heizungsanlagen. Obwohl diese Maßnahme allen Fachleuten bekannt ist, ist es nach wie vor schwierig, zwischen ihren Varianten - statischer, dynamischer und automatischer Abgleich - klar zu differenzieren.